Spreewaldverein zieht Bilanz

Mitgliederversammlung mit Rückschau auf das Jahr 2017

Lübben. Am 16. Mai 2018 trafen sich Vereinsmitglieder und Gäste des Spreewaldvereins zur Jahresmitgliederversammlung im Gasthaus Burglehn in Lübben. Unter der Versammlungsleitung des Vorstandsvorsitzenden Helmut Richter berichtete Geschäftsführerin Melanie Kossatz über die vielfältigen Tätigkeiten im Jahr 2017. Dabei spannte Sie den Bogen von den Ergebnissen der Regionalförderung über die Aktionen rund um die Dachmarke Spreewald zur Unterstützung regionaler Erzeuger und Dienstleister bis hin zu Aktivitäten des Vereins in Netzwerken, Beiräten, Arbeitskreisen und weiteren Gremien.

Im Geschäftsjahr 2017 haben der Vorstand und der Regionalbeirat mehrmals getagt und mit ihren Beschlüssen viele Projekte und Aktivitäten auf den Weg gebracht. Im Rahmen der LEADER-Regionalförderung fanden im letzten Jahr zwei Projektauswahlverfahren statt. Insgesamt wurden 76 Projekte diskutiert und schließlich 28 befürwortet. Den Antragstellern dieser Projekte war es dann möglich, einen Fördermittelantrag beim Landesamt für ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung in Luckau zu stellen. Erfreulich ist, dass im Zeitraum 2014 bis 2017 durch das Landesamt insgesamt 58 Projekte bewilligt wurden. Diese Projekte binden rund 17,5 Mio. Euro öffentliche Fördermittel (EU-, Bundes- und Landesmittel) und lösen ein Gesamtinvestitionsvolumen von ca. 26 Mio. Euro aus. Thematische Schwerpunkte bei den geförderten Projekten sind die Grund- und Daseinsvorsorge, wirtschaftliche Tätigkeiten von Kleinst- und Kleinunternehmen sowie Freizeit- und Tourismusinfrastruktur. Der Fachbeirat Regionale Dachmarke „Spreewald“ beschloss im letzten Jahr Neu- und Rezertifizierungen von Spreewälder Produkten und Unternehmen.

Die Leistungskraft und Vielfalt der Spreewälder Land- und Ernährungswirtschaft stellt sich mit mehr als 1.500 zertifizierten Produkten und Dienstleistungen von 125 Unternehmen dar. Schaufenster der Angebotspalette sind zum Beispiel die 11 Spreewald-MÄRKTE® in der Region. Die Wirtschaftskraft der Dachmarke lag bei rund 33 Mio. Euro. Höhepunkte waren die Präsentation auf der Internationalen Grünen Woche sowie der jährlich stattfindende Spreewälder Gurkentag. Zu den wichtigsten Aktivitäten im letzten Jahr gehörten außerdem gemeinsame Pressetermine mit Anbau- und Verarbeitungsbetrieben zur Erntezeit von Spreewälder Gurken und Spreewälder Meerrettich sowie zur Blütezeit des Ölleins.

Leinsaaternte bei Sellendorf

Im Trend der gesundheitsbewussten Ernährung steigt die Nachfrage nach Leinöl. Spreewälder Ölmühlen und Agrarbetriebe haben sich darauf eingestellt.

Auf über 500 Hektar wurden in bewährter Weise nach den Grundsätzen der kontrolliert integrierten Produktion sowie im ökologischen Anbau Spreewälder Gurken produziert und schließlich rund 29.000 Tonnen Einleger und Schälgurken geerntet. Meerrettich wurde auf insgesamt 16 Hektar, Öllein auf 170 Hektar, davon auf 30 Hektar Biolein, angebaut. Insbesondere beim Öllein verzeichnet die Region im Vergleich zum Vorjahr Zuwächse in der Anbaufläche von rund 60 Hektar.

Steuerberater Martin Schultka stellte anschließend die Jahresrechnung 2017 vor und bescheinigte dem Verein mit seinem Finanzbericht eine solide finanzielle Gesamtsituation. Nach der Bestätigung des Geschäfts- und Finanzberichts sprach die Mitgliederversammlung dem Vorstand für das Geschäftsjahr 2017 einstimmig die Entlastung aus. Anschließend wurde Dietrich Dommain als langjähriger Mitarbeiter der Geschäftsstelle des Spreewaldvereins offiziell in den Ruhestand verabschiedet und Julia Günzel als neue Mitarbeiterin für den Bereich Regionalförderung vorgestellt. Sie ist zukünftig neben Melanie Kossatz Ansprechpartnerin für Fragen zur LEADER-Förderung im Regionalbüro Spreewald.