Im Portrait: Stadt Cottbus

Kommunen der LEADER-Region "Spreewald-PLUS"

Lübben, 29.03.2018. Cottbus ist die zweitgrößte Stadt des Landes Brandenburg und das Oberzentrum im Süden des Landes. Die Stadt an der Spree kann auf eine über 860jährige wechselvolle Geschichte im Zusammenhang mit der Entwicklung der Textilindustrie und als Zentrum der Braunkohle- und Energiewirtschaft zurückblicken. Heute bündelt sich in Cottbus ein breites Spektrum von Bildungs-, Kultur-, Gesundheits- und Dienstleistungsangeboten für die gesamte Niederlausitz. Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus- Senftenberg, das Carl-Thiem-Klinikum, das Staatstheater sowie Schloss und Park Branitz des Fürsten Pückler sind nur einige ausgewählte Leuchttürme, die in die Region hinein strahlen.

Der Reiz der Stadt liegt aber auch im Spannungsfeld seiner Stadtstruktur. Eine sehenswerte historische Altstadt ist eingebettet in eine kompakte Siedlungsstruktur im Spiegelbild der Bauepochen des vergangenen Jahrhunderts. Dieser historisch gewachsene Stadtkörper wird ergänzt durch einen „Kranz“ von insgesamt zwölf ländlich geprägten Ortsteilen in zum Teil deutlicher Distanz zum Stadtkern. Sie sind mehrheitlich das Ergebnis von Eingemeindungen in den Jahren 1993 und 2003, die die Stadtfläche insgesamt verdreifachten und eine Vernetzung mit dem ländlichen Raum bewirkten. Neun von diesen Ortsteilen ist es gelungen, trotz Zugehörigkeit zur Großstadt ihren dörflichen Charakter zu bewahren und weiterzuentwickeln. Branitz, Dissenchen, Döbbrick, Kahren, Saspow, Merzdorf, Sielow, Skadow, Willmersdorf gehören mit ihren insgesamt ca. 11 000 Einwohnern zur Gebietskulisse der LEADER-Region Spreewald-PLUS.

Mit ihrem Engagement für eine behutsame, an den traditionellen Charakter des Ortes angepasste Entwicklung bereichern die Ortsteile nicht nur das Bild der Stadt Cottbus maßgeblich. Eingebettet in das Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden steht auch die lebendige Weiterführung des meist im Zusammenhang mit bäuerlichen Traditionen stehenden sorbisch/wendischen Brauchtums im Mittelpunkt der Dorfgemeinschaften.

Landschaftlich reizvoll grenzen Kahren und Branitz an die Branitzer Park- und Kulturlandschaft, Skadow, Saspow und Döbbrick sind durch die Spreeaue privilegiert und Willmersdorf, Merzdorf und Dissenchen bereiten sich intensiv darauf vor, künftig am Ufer des größten künstlichen Sees Brandenburgs, dem Cottbuser Ostsee, zu liegen. Alle Ortsteile liegen wie eine Perlenschnur an Fernradwegen, die die Stadt Cottbus mit den Gemeinden in der Region verbinden.