Im Portrait: Gemeinde Heideblick

Kommunen der LEADER-Region "Spreewald-PLUS"

Langengrassau, 24. April 2019. Zur Gemeinde Heideblick gehören 14 Ortsteile: Beesdau, Bornsdorf mit den Gemeindeteilen Grünswalde und Trebbinchen, Falkenberg, Gehren, Goßmar, Langengrassau, Pitschen-Pickel, Riedebeck, Schwarzenburg, Walddrehna mit dem Gemeindeteil Neusorgefeld, Waltersdorf, Wehnsdorf, Weißack und Wüstermarke mit dem Gemeindeteil Sorge. Zu DDR-Zeiten gehörte die Gemeinde zum Bezirk Cottbus und zum Landkreis Luckau. Nach der Vereinigung mit den alten Bundesländern entstand die aktuelle Verwaltungsstruktur der Gemeinde im Landkreis Dahme-Spreewald des Landes Brandenburg. Auf einer Gesamtfläche von 167 km² wohnen rund 3.590 Einwohner.

Beispiel erfolgreicher ILE-Förderung: Die Sanierung der Kita "Pusteblume" in Gehren im Gebäude der ehemaligen Schule

Geschichte
Die Gemeinde Heideblick gehört zu einem Landstrich, der ab 700 n. Chr. von slawischen Stämmen besiedelt war. In Riedebeck, Weißack und Langengrassau sind einstige Burgwälle des slawischen Stammes der Lusitzi noch erkennbar. Unter Markgraf Gero I. unterwarf sich die Bevölkrung im Jahr 965 n. Chr. und errichtete auf dem Grünen Berg zwischen Gehren und Walddrehna die erste deutsche Burganlage in Brandenburg. Auch hier sind Wall und Burggraben erhalten. Erst etwa 200 Jahre später setzte die erste Einwanderungswelle deutscher Siedler im heutigen Gemeindegebiet ein. Seit der Besiedelung sicherte die Landwirtschaft die Lebensgrundlage der Bevölkerung. Vorhandene Gewerke wie Schmied, Stellmacher, Zimmermann und Müller bezogen sich bis Mitte des 19. Jahrhunderts ausschließlich auf die regionalen Bedürfnisse des dörflichen Lebens und der Landwirtschaft.

Erst mit der einsetzenden Industrialisierung ab der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts und dem Einsatz neuer Technologien kam es auch im Gebiet der heutigen Gemeinde Heideblick zur Herausbildung von kleineren Industrien wie z.B. Braunkohleabbau.
Fortschritt, Zuzug und ein steigende Anzahl an Handwerksbetrieben brachten 1875 die Eröffnung der Bahnstrecke Berlin-Dresden und 1898 die Inbetriebnahme der Niederlausitzer Bahnlinie.

Infrastruktur
Die Bundesstraßen 87, 96 und 102 durchqueren das Gemeindegebiet. Im öffentlichen Personennahverkehr sind Verkehrsanbindungen durch die Bahnstrecke Berlin-Dresden und Angebote der Regionalen Verkehrsgesellschaft Dahme – Spreewald mbH bestmöglich gegeben. Viele Feuerwehr-, Sport- und Heimatvereine gestalten das dörfliche Leben in den Gemeinden und erhalten die Dorfkultur mit ihren Bräuchen und Traditionen. Aber auch Gesangvereine, Chöre und Musikkapellen bereichern das kulturelle Leben. Zur intakten Infrastruktur unserer Gemeinde zählen auch die Arztpraxis und die vom Landkreis geplante Rettungswache in Walddrehna. Durch die stetig steigenden Kinderzahlen ist der Ausbau der Grundschule, eine Schulhofsanierung und eine Minispielfeldanlage auf dem Sportplatz in Planung.

Sehenswertes und Freizeitmöglichkeiten
Herrliche Kiefern- und Mischwälder laden Besucher zu ausgedehnten Spaziergängen, Radwanderungen, Ausritten und Kremserfahrten ein. Wanderungen durch die Gehrener Berge sind immer wieder faszinierend. Unterwegs trifft man auf den „Teufelsstein“, einem Riesenfindling, dem größten in Südbrandenburg.

Im Jahr 2018 feierte die Waldbühne Gehren ihren 80. Geburtstag. Im Jahresverlauf bietet sie ein buntes Potpourri an kulturellen Veranstaltungen und Konzerten. Das Freilichtmuseum Höllberghof bei Langengrassau ist als Dreiseitenhof ein Beispiel historischer und ländlicher Architektur. Ab Ostersonntag bis zum 3. Oktober mit dem Erntedankfest finden hier jährlich viele Veranstaltungen statt. Das Gebäude des Schulmuseums in Schwarzenburg war einst Schule, Lehrerwohnung und Kirche unter einem Dach. Die Einklassenschule erinnert an die Schulzeit vergangener Generationen. Aus einem ehemaligen Familienlokal entstand Döckes Dorfmuseum in Bornsdorf mit vielen originellen Ausstellungsstücken.

Für Erholungssuchende empfiehlt sich Das Naherholungsgebiet „Waldbad“ mit Campingplatz und Badesee in Bornsdorf. Aber auch das Waldbad in Gehren verspricht dem Familiennachwuchs großen Badespaß und originelle Neptunfeste. Von den einst 10 Wassermühlen entlang der Berste ist nur noch die fast 600 Jahre alte Jakobs Mühle erhalten geblieben. Heute ist sie als „Schloss Sinntrotz“ ein Künstlerdomizil. Sehenswert ist die 1853 erbaute Bockwindmühle auf dem Berg in Falkenberg. Die Goßmarer Mühle wurde 1368 erstmalig in einer Urkunde erwähnt und inzwischen restauriert. Jedes Jahr zum Mühlentag dreht sich nun wieder das Mühlenrad der Wassermühle zur Freude aller Besucher.

An Goßmar angrenzend in der Berste-Niederung liegt das Zentrum eines international bedeutsamen Kranichrastplatzes. Das Moorgebiet „Borcheltbusch“ lässt sich gut vom naheliegenden Aussichtsturm einsehen. Die günstigste Beobachtungszeit des Kranichrast- und -schlafplatzes liegt zwischen August und November. Gezielte Wanderungen und Führungen werden durch das Heinz-Sielmann-Naturparkzentrum Wanninchen angeboten. Vieles mehr entdecken auf der Internetseite der Gemeinde Heideblick.