Die Zukunft der Dörfer gemeinsam gestalten

Treffen regionaler Akteure in Byhleguhre

Lübben, 29.10.2019. Wie die Dorfentwicklung im ländlichen Raum gelingen kann und welche Unterstützungsmöglichkeiten es dafür gibt wurde am Samstag bei der Veranstaltung „Dörfer im Fokus“ in Byhleguhre diskutiert. Auf Einladung der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Spreewaldverein kamen rund 35 Vertreter aus der LEADER-Region Spreewald-PLUS, dem Landkreis Elbe-Elster und sogar aus Sachsen zusammen.

Partner der Veranstaltung waren der Verein Dorfbewegung Brandenburg e.V. sowie der Dorfverein Byhleguhre e.V. Günther Thiele berichtete über die aktuellen Entwicklungen in der deutschlandweiten Dorfbewegung. Er erläuterte das Alleinstellungsmerkmal, das der Dorfbewegung Brandenburg in Deutschland zukommt, sodass sie für Deutschland derzeit die einzige Vertretung auf europäischer Ebene ist. Als Erfolg beschrieb Herr Thiele die Thematisierung der Dorfbewegung im Abschlussbericht der Enquete-Kommission 6/1 und die explizite Nennung von Parlamenten der Dörfer innerhalb der Handlungsempfehlungen.

Praktische Erfahrungen zur Dorfentwicklung brachte Christine Exler mit, die über die Ortsentwicklung von Groß Leuthen berichtete. Die Gemeinde Märkische Heide hatte 2018 den vom „Forum Ländlicher Raum – Netzwerk Brandenburg“ angebotenen DorfDialog genutzt, um unter Beteiligung der lokalen Akteure die Entwicklung von Groß Leuthen und der Gesamtgemeinde voranzubringen.

Im Anschluss stellte Katharina Wiegmann die Fachstelle für Altern und Pflege im Quartier (FAPIQ) und Ioannis Touras die Partnerschaft für Demokratie (PfD) als Programm für mehr Jugendbeteiligung vor. Bei beiden Stellen gibt es verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten für Dörfer und Regionen, die unter anderem auch finanzielle Förderungen von kleineren Projekten und Initiativen enthalten.

Am Nachmittag hatten die Teilnehmer der Veranstaltung die Möglichkeit, an verschiedenen Thementischen Aspekte der Dorfentwicklung im kleineren Kreis zu diskutieren und Erfahrungen dazu auszutauschen. Die Beteiligung der vor allem ehrenamtlichen Akteure wie Ortsvorsteher und Gemeindevertreter war sehr rege und alle waren sich am Ende einig, dass jeder wichtige und neue Erkenntnisse mit nach Hause nehmen konnte.