Festungsturm Peitz

Fassadensanierung einschließlich Wehrgang vom Festungsturm der Stadt Peitz.

Projektziel

Um eine weitergehende Nutzung des Bauwerkes zu gewährleisten, sind eine Gesamtsanierung der baulichen Hülle sowie Instandsetzungsmaßnahmen im Innenbereich erforderlich. Beginn einer umfassenden Neuordnung der Oberfestung (Zitadelle).

Ort: Peitz
Umsetzung: ILE | 2008 – 2011

Zielgruppe

Geschichts- und kulturinteressierte Besucher:innen - insbesondere im Zusammenhang mit der ehemaligen brandenburgischen / preußischen Enklave Amt Peitz.

Ausgangssituation

Der Festungsturm, welcher 13. Jahrhundert erbaut wurde, befindet sich im Denkmalbereich der Stadt Peitz. Er ist der Rest der Zitadelle, die Mitte des 16. Jahrhundert errichtet und von einer Festung umringt wurde, die südlichste militärische Bastion der Mark Brandenburg. Die überregionale Bedeutung des Baudenkmals zeigt schon seine Grundfläche von 23 x 12 m, einer Höhe von über 30 m und bis zu 6 m dicken Wandstärken. Aufgrund des desolaten Bauzustandes wurde die Gesamtsanierung der baulichen Hülle notwendig.

Umsetzung und Effekte

In einem 1. Bauabschnitt erfolgte 2006-2008 die Neueindeckung des Daches einschl. Sanierung des Dachtragwerkes mit Fördermitteln aus dem Bund/Land-Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“. Gegenstand des 2. Bauabschnittes in den Jahren 2008-2010 waren die Instandsetzungsmaßnahmen an den Fassaden einschl. Wehrgang sowie im Innenbereich des Festungsturmes mit Fördermitteln aus dem ILE-/LEADER-Programm in Verbindung mit Mitteln der Städtebauförderung. Die Sanierung erfolgte unter Berücksichtigung des historischen Bestandes und der denkmalpflegerischen Zielstellungen.

Die dominante und mit baugeschichtlichen Befunden vorhandene Fassade birgt 6 wichtige Bauphasen. Im Kern des Turms ist ein Teil des alten Schlosses, das erstmals 1301 urkundlich erwähnt wurde, enthalten. An der Westseite des Turms schloss sich das sogenannte Kommandantenhaus an; Reste des abgerissenen Gebäudes sind noch an der Fassade erkennbar. An der Südfassade des Festungsturmes sind die Konturen der ehemaligen kurfürstlichen Gemächer zu erkennen. Mittelalterliche Öffnungen, mit originalen Putzfragmenten erhaltene zusammenhängende Fugenbilder des 14. und 15. Jahrhunderts, barocke Fensterlaibungen und Markierungen von historischen Anbauten/ Bauwerken aus dieser Zeit sind noch heute im gewachsenen Zustand zu sehen. Der Bereich der ehemaligen Wall Auffahrt erhielt nach der Öffnung des Tores an der Ostseite einen Balkon. Des Weiteren wurde eine WC-Anlage eingebaut. Nach langjährigen Sanierungsarbeiten kann der Festungsturm jetzt wieder voll genutzt und besichtigt werden.

Die Stadt Peitz ist sich ihrer besonderen Verantwortung bewusst und bezieht das Bauwerk in das öffentliche und kulturelle Leben ein. Der Innenbereich wird für Ausstellungen und für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Weiterhin finden repräsentative – auch überörtliche – Veranstaltungen (u.a. Empfänge, Trauungen, Konzerte, kulturelle Wettbewerbe) statt. Auf den angrenzenden Freiflächen werden Feste (u.a. Sommer-Theater, mittelalterliche Spektakel, Weihnachtsmarkt) u.v.m. ausgerichtet.

Lesen Sie mehr über dem Festungsturm in Peitz.

Das Sommerfest am Festturm in Peitz – das Amtsblatt informiert.

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Festungsturm Peitz