Annemarie-Schulz-Haus

Wiederherstellung eines historischen Blockbohlenhauses: das Annemarie-Schulz-Haus in Burg (Spreewald)

Maßnahme

Um ein traditionelles, öffentlich zugängliches Blockbohlenhaus in Burg (Spreewald) langfristig zu erhalten, wurde der Innenbereich des Gebäudes in historischer Bauweise komplettiert. Dafür wurden traditionell genutzte Baumaterialien wie Lehm und Holz eingesetzt. Neben der Wiederherstellung von Fußböden, Türen und Fenstern wurden auch die Innenfassaden saniert.

Ort: Burg (Spreewald)

Umsetzung: LEADER | 2017

Zielgruppe

Architektur-Interessierte, zukünftige "Bauherren", einheimische Bevölkerung und Gäste jeden Alters

Ausgangssituation

Die Interessengemeinschaft Bauernhaus (IgB) e.V. ist ein Verein, der sich bundesweit für den Erhalt von historischen Bauernhäusern einsetzt. Das sogenannte Annemarie-Schulz-Haus in Burg sollte als stark sanierungsbedürftiges Bauernhaus abgerissen werden. Der IgB e.V. schaffte es, das historische Wohnstallhaus zu bergen, wobei festgestellt wurde, dass es das vermutlich älteste nachweislich datierte Gebäude im Ort war. Über die Jahre wurde das Gebäude auf dem Gelände des Biosphärenreservates Spreewald in Burg wieder aufgebaut und hergerichtet, um es langfristig zur Information und Beratung über regionaltypische, historische Bauweise im Spreewald zu nutzen.

Umsetzung und Effekte

Durch die Herrichtung der Inneneinrichtung des Gebäudes wurde das Bauernhaus in seinem ursprünglichen Charakter wiederhergestellt und zugleich modernen Nutzungsanforderungen angepasst. Die Maßnahme leistet damit einen direkten Beitrag zum Erhalt der regionaltypischen Baukultur und trägt außerdem zur Bildung und Sensibilisierung zum Thema historische Baumaterialien bei. Das Gebäude fügt sich ideal in die bestehende Anlage des Biosphärenreservates sowie in die Kulturlandschaft ein. Es stellt einen zusätzlichen Anziehungspunkt für Touristen und Kulturinteressierte dar, wodurch eine Angebotserweiterung in der Region erzielt wurde.

Annemarie-Schulz-Haus in Burg (Spreewald)