Grüne Woche Fazit 2019

„Regional“ ist weiterhin erste Wahl

Rundgang zum Brandenburgtag

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lübben, 30.01.2019. Laut Veranstalter ist die 84. Internationale Grüne Woche Berlin 2019 ihrem Stellenwert als globale Leitmesse für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau erneut gerecht geworden. In der Brandenburg-Halle ist „Regional“ weiterhin erste Wahl bei den Messebesuchern. Im Ausstellerbereich des Spreewaldvereins unter dem Label „Spreewald-MARKT®“ mündete das Interesse des Publikums vielfach in Nachfragen zu den Herkünften der Zutaten in den regionalen Erzeugnissen und zur Dachmarke Spreewald als Gütesiegel.

Der Spreewaldverein ist Inhaber der regionalen Dachmarke Spreewald. Vergeben wird das Gütesiegel nur an Hersteller, die im Spreewald unter Verwendung überwiegend regionaler Zutaten produzieren, kurz gesagt, die dem Verbraucher Frische, Natürlichkeit und Regionalität garantieren. Für den Verbraucher ist die Dachmarke somit eine nützliche Orientierungshilfe.

Rekordverdächtiger Warenabsatz
Das Standpersonal des Vereins um „Gurkenpaule“ und „Spreewald-Christl“ engagierte sich wieder mit großem Einsatz, um den vielfachen Verkostungs-, Informations- und Erwerbswünschen der Messebesucher gerecht zu werden. Dennoch gab es zum Teil Andrang im Standbereich, den zahlreich strömenden Besuchern und der Beliebtheit des Spreewalds geschuldet. Allein an Spreewälder Gurken wurden in diesem Jahr im Ausstellerbereich des Spreewaldvereins rund 700 Kilogramm Rohkonserven während der Messezeit zur Verkostung bereitgestellt und verkauft. Nirgendwo ist die Geschmacksvielfalt an Spreewälder Gurken größer, als zur Grünen Woche in der Brandenburg-Halle. Der Spreewaldverein legt großen Wert darauf, Spreewälder Gurken von allen Erzeugern der Schutzgemeinschaft Spreewälder Gurken g.g.A. auf der Grünen Woche anzubieten. Die Abkürzung „g.g.A.“ steht für das EU-Herkunftssiegel „Geschützte Geografische Angabe“. Hinzu kommen die Messeangebote im Gurkensortiment der Spreewaldkonserve Golßen und von Spreewald-Feldmann aus Lübben. Die beiden größten Konservenbetriebe des Spreewalds sind ebenfalls traditionelle Aussteller in der Brandenburg-Halle. Darüber hinaus gingen im Imbissbereich 60 Kilogramm Gurken-Bockwurst, 80 Kilogramm Gurken- und Meerrettich-Buletten und 84 Kilogramm Wildgulasch über die Theke. Insgesamt präsentierte der Spreewaldverein rund 80 Produkte von 20 regionalen Erzeugern auf der Grünen Woche. Zudem nutzten einige Erzeuger tageweise die Möglichkeit, im Ausstellerbereich des Vereins Promotion in eigener Sache zu betreiben.

Trachtenreigen, Akrobatisches und Leckeres
„Genießen und Erleben“ ist das Motto mit dem die Brandenburg-Halle bereits seit vielen Jahren zu einer der beliebtesten Hallen auf der Grünen Woche avanciert. Die Aussteller und Akteure auf der Bühne wollen ihre Regionen und ihre Angebote in Berlin Jahr für Jahr bestens präsentieren. Am 20. Januar nutzte der Spreewald seine Bühnenpräsenz, um Werbung für sich als Genuss- und Reiseregion zu betreiben. Zunächst sorgte der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Turnow mit seinem imposanten Klangkörper für den musikalischen Weckruf in der Brandenburg-Halle. Tänzerisch präsentierte sich die Trachtengruppe Straupitz in farbenfrohen niedersorbischen Festtagstrachten. Mit atemberaubender Seilakrobatik zogen die Kids der Rope Skipping Group, ebenfalls aus Straupitz, die Besucher in ihren Bann. Für bayerisches Flair auf der Brandenburg-Bühne sorgte die „Lausbuben-Musik“ des bayerischen Trachtenvereins Feldkirchen-Westerham, die im Rahmen der Partnerschaft zwischen dem Chiemsee-Alpenland und dem Spreewald aufspielte. Die Trachtengruppe Straupitz „revanchierte“ sich dafür mit einem Auftritt in der Bayernhalle.  Spreewälder Unternehmen, die sich auf der Bühne präsentierten, verteilten leckere Kostproben an das Bühnenpublikum. Beim Ausblick auf Veranstaltungshöhepunkte 2019 im Spreewald stand in diesem Jahr das „Deutsche Trachtenfest“ in Lübben im Mittelpunkt. Vom 17. bis 19. Mai werden mehr als 2.000 Trachtenträger aus ganz Deutschland in Lübben zu Gast sein und Sitten und Bräuche ihrer Regionen präsentieren. Empfohlen wurden darüber hinaus Veranstaltungshöhepunkte und Freizeitangebote im nördlichen Oberspreewald, in Peitz sowie im Teichland.

Wirtschafts- und agrarpolitische Kontakte
Neben Fachbesuchern und Handelsvertretern erkundigten sich zwei Delegationen aus polnischen Wojewodschaften über Angebote und das Warensortiment im Ausstellungsbereich des Spreewaldvereins. Besonderes Interesse am Angebotssortiment des Vereins zeigten der Präsident des Deutschen Bauernverbandes Joachim Rukwied und Brandenburgs Verbraucherschutzminister Stefan Ludwig, die sich auch über aktuelle Themen in der Land- und Ernährungswirtschaft im Spreewald informieren ließen.