Ertragsverluste 2018 bei Leinsaat

Anhaltende Trockenheit forderte ihren Tribut

Lübben, 1. März 2019. In den letzten sieben Jahren war beim Ölleinanbau durchgehend eine positive Entwicklung zu verzeichnen. Davor waren blühende Leinfelder im Spreewald kaum noch zu entdecken. Durch ein Ölsaaten-Wertschöpfungsprojekt, initiiert durch den Spreewaldverein in Kooperation mit regionalen Leinanbaubetrieben und Ölmühlen, steigerte sich der Ölleinanbau bis 2017 auf 170 Hektar Anbaufläche.

Die stetig wachsende Nachfrage nach Leinöl am Markt und die zunehmende Bereitschaft der Ölmühlen, die Leinsaat aus regionalem Anbau zu beziehen, führten zu stetigen Steigerung von Anbau und Erträgen. Im Jahr 2018 erreichte die Anbaufläche mit über 200 Hektar einen neuen Rekord. Doch die langanhaltende Trockenheit sorgte bei Betrachtung der Bestandsentwicklung und der Ernteerträge für Ernüchterung.

Leinsaaternte bei Sellendorf

Lein hat eine relativ kurze Vegetationszeit. Zwischen Aussaat und Ernte liegen nur rund 120 Tage. Genau in dieser Zeit „brannte die Sonne“. Resultat waren Mindererträge bis hin zu Totalausfällen. Statt prognostizierten 135 Tonnen Leinsaat als Ernteerwartung wurden tatsächlich nur 40 Tonnen geerntet. Schlechte Nachrichten für die Ölmüller. Sie müssen in der Saison 2018/2019 Leinsaat von außerhalb dazukaufen, um aus der kostbaren Saat das „blaue Gold“ zu pressen.

Nach Angaben der Ölleinerzeuger wird der Leinanbau in diesem Jahr eine Fläche von rund 190 Hektar im Spreewald einnehmen. Wir hoffen gemeinsam mit den Landwirten und Ölmühlen, dass die klimatischen Verhältnisse wenigstens in diesem Jahr zu einem für die Flächengröße zu erwartenden Ertrag an Leinsaat erlauben. Mehr erfahren auf Gutes-Spreewald.de