Markierung und Beschilderung des Paul-Gerhardt-Weges wird gefördert

Agrarminister Jörg Vogelsänger übergibt Fördermittelbescheid

Lübben, 22. Juni 2017. Die Freude bei der Stadt Lübben als Projektträger, den Vertretern des Lübbener Paul-Gerhardt-Vereins und den Projektbeteiligten ist groß als Agrarminister Jörg Vogelsänger am 21. Juni 2017 den Fördermittelbescheid in Höhe von gut 62.000 Euro an Bürgermeister Lars Kolan in der Paul-Gerhardt-Kirche übergibt. Die Gesamtinvestition für die  Markierung und Beschilderung des Paul-Gerhardt-Weges ist mit rund 83.000 Euro veranschlagt. Bereitgestellt wird die finanzielle Förderung aus dem Förderprogramm LEADER durch die EU und das Land Brandenburg. Voraussetzung für die Förderung war ein positives Votum der Lokalen Aktionsgruppe Spreewaldverein.

Das Reformationsjubiläum 2017 bildet den Projekthintergrund mit nationaler und internationaler Bedeutung. Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) bewirbt im Rahmen des 500-jährigen Jubiläums der Reformation 2017 das Segment „Spirituelles Reisen“. Das Reformationsjubiläum 2017 und die Kampagne des DZT sollen die Aufmerksamkeit auf das Reiseland Deutschland erhöhen und zusätzliche Akzente im Kulturtourismus setzen. Paul Gerhardt gilt nach Martin Luther als der zweitwichtigste Mann der evangelischen Kirche. Er arbeitete als Pfarrer und Kirchenlieddichter in Berlin, Mittenwalde und Lübben.

2013 entstand die Idee zur Schaffung des Paul Gerhardt-Weges, der als thematischer Wanderweg die drei wichtigen Lebens- und Wirkungsstätten Paul Gerhardts Berlin – Mittenwalde – Lübben verbindet. Er soll touristisches Ziel sowohl für gläubige als auch nicht gläubige Wanderer sein. Die mögliche Bezeichnung „Denk mal Weg“ bezieht sich doppelsinnig auf das Andenken an Paul Gerhardt und soll an geeigneten Orten darüber hinaus zur Meditation anregen, auch zur Würdigung der Natur, der Kultur, der Geschichte führen. Paul Gerhardts Leben und Wirken kann durch historisch und kulturell interessante Punkte sowie an Rastplätzen am Wanderweg zur Besinnung und Selbstfindung anregen. Der Weg beginnt an der Nicolaikirche in Berlin und endet in Lübben an der Paul-Gerhardt–Kirche.

Das Paul-Gerhardt-Zentrum in Lübben ist die vorletzte Station des Wanderweges

Damit ergibt sich völlig unabhängig vom Kirchenbezug eine sehr interessante Wanderstrecke aus dem Zentrum Berlins bis in den Spreewald. Interessant deshalb, da mit nur kurzen Straßenabschnitten zunächst Parks und historisch interessante Bereiche Berlins erlebt werden, sodann mit dem Ufer der Spree, des Teltowkanals und der Dahme die attraktiven Gartenlandschaften der Randgebiete Berlins und anschließend die ähnlich attraktiven nördlichen Teile des Landkreises Dahme-Spreewald. Es folgt Wald, freies ruhiges Land, die Stadt Mittenwalde, hübsche Dörfer, besonders attraktive Bereiche des Dahme- Seenlandes und der Spreewald. Die Gesamtstrecke von ca. 140 km kann in individuell zu gestaltenden Teilstrecken erwandert werden, da sie entlang der Bahn Berlin- Lübben führt. Mit der Vermarktung des Paul-Gerhardt-Weges soll die touristische Attraktivität der Regionen Dahme-Seenland und Spreewald erhöht und wirtschaftlicher Mehrwert geschaffen werden.