Das Amt Burg (Spreewald)

Die Kommunen der LEADER-Förderregion „Spreewald-PLUS“ im Portrait

Lübben, 25. Juni 2017. Das Amt Burg (Spreewald), in Niedersorbisch: Amt Bórkowy (Błota) se pśedstajijo, liegt im Süden von Brandenburg im Landkreis Spree-Neiße. In den sechs Gemeinden leben rund 9.300 Einwohner, die die Nähe zur kreisfreien Stadt Cottbus und zugleich die Ruhe und die Natur des UNESCO-Biosphärenreservates Spreewald zu schätzen wissen. Gegründet wurde das Amt Burg (Spreewald) am 16. Juli 1992 mit neun Gemeinden. In seiner jetzigen Form und Struktur besteht es seit der Gemeindegebietsreform 2002. Heute gehören die Gemeinden Briesen, Burg (Spreewald) mit dem Ortsteil Müschen, Dissen-Striesow, Guhrow, Schmogrow-Fehrow und Werben mit den Gemeindeteilen Brahmow und Ruben zum Amt. Durch die Nähe zum Oberzentrum Cottbus, die günstige Verkehrsanbindung, die gute dörfliche Infrastruktur und das grüne Umfeld ist das Amt Burg (Spreewald) zu einem attraktiven Lebensort geworden.

Vier kommunale und zwei private Kindertagesstätten, eine Grundschule in Briesen, ein Schulzentrum mit Grund- und Oberschule in Burg (Spreewald), ein Hort, Jugendzentrum und Jugendclubs, Familientreff und -Beratungszentrum, Ärzte, Apotheken u.v.m. machen die Gemeinden attraktiv. Das Amt ist seit jeher durch seine Agrarstruktur gekennzeichnet. In den vergangenen Jahrzehnten rückte der Fremdenverkehr als wichtigster Wirtschaftsfaktor in den Mittelpunkt. Vor allem im Kurort Burg (Spreewald) findet der Gast zahlreiche Möglichkeiten, sich aktiv zu erholen und eine der faszinierendsten Landschaften unseres Landes zu entdecken. Unzählige Rad- und Wanderwege ziehen sich wie ein Spinnennetz durch die Landschaft. Ein wahres Paradies für Wassersportler sind die Fließe, die den Spreewald durchziehen. Sie lassen sich bestens bei einer ausgedehnten Kahnfahrt oder ganz individuell mit dem Paddelboot erkunden.

Zahlreiche Fließe und Kanäle sind typisch für die Gemeinde Burg

Bei einem Ausflug in die renaturierte Spreeaue bei Dissen, in der Wasserbüffel und Aueroxen weiden und Unken rufen, findet man ebenso Entspannung wie bei einem Bad in der reich mineralisierten Sole-Thermalwasser in der Spreewald Therme im Kurort Burg (Spreewald). Sehenswürdigkeiten wie der Bismarckturm, der Burger Schlossberghof mit dem Info-Zentrum der Naturwacht, dem Doppelstubenhaus mit Kräutermanufaktur und das fast 300 Jahre alte Annemarie-Schulz-Haus begeistern mit ihrer Ursprünglichkeit. In der Heimatstube am Spreehafen in Burg, im Heimatmuseum Dissen mit dem frühmittelalterlichen slawischen Siedlungsausschnitt „Stary lud“ und in der Dorfkirche Briesen mit ihren einzigartigen, mittelalterlichen Fresken kann man in die Geschichte eintauchen, zum Beispiel über das Volk der Sorben/Wenden, das hier Zuhause ist.

Die wunderbaren Trachten und viele Traditionen spiegeln das ländliche Leben bis in unsere Tage wider und sind auf Festen nicht mehr wegzudenken. Diese Bräuche werden, ebenso wie fast vergessene Handwerkskünste, lebendig u. a. beim Handwerker- und Bauernmarkt im Juli oder beim Heimat- und Trachtenfest des Amtes Burg (Spreewald) am letzten August-Wochenende. Einzigartig ist der reichhaltige Sagenschatz. Darauf hat sich der Kurort Burg (Spreewald) besonnen und die Spreewälder Sagennacht kreiert. Jahr für Jahr werden zu Pfingsten neue Legenden um den Serbski, Kral, dem Wendenkönig, aufgeschlagen. Natürliche Kulisse ist der sagenumwobene Schlossberg. Wer jetzt neugierig geworden ist, dem sei ein Blick auf die Internetseiten www.amt-burg-spreewald.de und www.BurgimSpreewald.de empfohlen.